Filterkaffee

Unsere Filterkaffee-Sorten

Äthiopien - Yirgacheffe - Negele Gorbitu Cooperative - Q1

Land – Äthiopien -  Yirgacheffe

Region – Guji

Terrior/Farm – Negele Gorbitu Coopertive

Varietät – Arabica

Höhe – 1970m

Geschmack Lemone, Kiwi, Thymian

 

Colombia Risaralda Guatica - La Cristalina - Caturra

Land – Kolumbien

Region – La Cristalina Coop.

Terrior/Farm – Risaralda Guatica

Varietät – Arabica caturra

Höhe – 1500 - 1900m

Geschmack Aprikosen, Honig, Pflaume

 

Costa  Rica - Tarrazú - Rio Jorco Estate

Land – Costa Rica

Region - Tarrazú

Terrior/Farm – Rio Jorco Estate

Varietät – Arabica caturra/catuai

Höhe – 1700m

Geschmack Fruchtsüße, Blaubeeren, süße Schokolade

 

El Salvador Ilamatepec - Finca El Manzano - Red bourbon

Land – El Salvador

Region - Ilamatepec

Terrior/Farm – Finca El Manzano – Emilio Lopez

Varietät – Arabica Red Bourbon

Höhe – 1200 – 1500m

Geschmack Karamel Haselnuss Schokolade

 

Honduras - Marcala - La Paz - Frauenprojektkaffee

Land – Honduras

Region – Marcala – La Paz

Cooperative – Aprolma - Frauenprojektkaffee

Varietät – Arabica

Höhe – 1450 - 1550m

Geschmack- nussig, Mandarine, Vollmilchschokolade

Marcala ist eine Region im Südwesten Honduras, im Department La Paz. Bekannt ist diese Region vor allem für eine außergewöhnliche Kaffeequalität, die ihr Anerkennung und Ansehen im nationalen und internationalen Handel eingebracht hat. Es handelt sich um eine geschützte Herkunftsbezeichnung, vergleichbar mit der Champagne in Frankreich.

Hier in Marcala haben sich Kaffeebauern zu einer Genossenschaft zusammengeschlossen.

Jedes Kooperativmitglied belegt die Herkunft und den Verarbeitungsweg seines Rohkaffees in einem umfangreichen Zertifizierungsverfahren, dessen Anerkennungen in einer GEO-Datenbank im Hauptbüro der Kaffeekooperativen in Marcala überwacht werden. Somit wird eine lückenlose Information über die geografische Lage der einzelnen Pflanzungen und die Behandlung in den Nass- und Trockenverarbeitungsanlagen möglich.

Die Organisation Aprolma wurde aufgrund einer Initiative von sieben Frauen gegründet, die sich für die Rechte der Frauen ihrer Region einsetzte. Inzwischen zählt die Organisation 256 Mitglieder und deren Familien. Zu den Arbeitsgebieten zählen die Informationsarbeit zur Verteidigung der Rechte der Frauen, Fortbildungen über Selbstwertschätzung, die Ausbildung in biologischer Landwirtschaft und Unternehmensführung, sowie die Vergabe von Kleinkrediten an Mitgliederinnen.

Das Projekt umfasst heute ca. 100 Fincas in der Größenordnung 0,25 ha bis 15 ha. Das Gemeinschaftsland beträgt ca. 30ha. Immer mehr Frauen haben sich einen kleinen Wohlstand erwirtschaftet, von dem sie sich selbst Land kaufen konnten. Im Mittelpunkt der wirtschaftlichen Tätigkeit stehen der Anbau und die Weiterverarbeitung von biologisch angebautem Kaffee und die lokale Vermarktung weiterer Produkte (Obst, Gemüse, Aloe Vera), um den Frauen ihr eigenes Einkommen zu sichern.  „Es ist wichtig, unsere biologisch erzeugte Kaffeeernte über den fairen Handel abzusetzen,
denn nur dieser garantiert uns feste Preise und eine langfristige Zusammenarbeit“ sagt Yamileth Bautista, Buchhalterin und Kaffeeproduzentin. Es findet eine Vorfinanzierung statt, als Bestandteil des fairen Handels, um die Einfuhr der Ernte zu ermöglichen. Darüber hinaus werden die festgelegten Aufschläge für fair gehandelten Kaffee, sowie Aufschläge für die Bio-Produktion und für die besonders herausragende Qualität bezahlt. Diese Aufpreise gewährleisten die Finanzierung der Projekte und die Auszahlung eines fairen Lohnes. Die Gelder werden direkt an die Aprolma abgeführt. Dadurch entfallen die vielen kostspieligen Zertifizierungstufen mit denen die üblichen fair gehandelten Kaffees belastet sind. So ist dieser Kaffee ein wirklich fair gehandeltes Produkt auch ohne ein kostspielig erworbenes fair Siegel.

Aprolma besitzt eigene Beneficios (Kaffeeaufbereitungsanlagen) zur nassen und trockenen Aufbereitung. Das gewährleistet den Weg vom Pflanzen über die Aufbereitung bis zur Verschiffung in eigener Regie auf höchstem Qualitätsniveau. Bis 15 Uhr am Nachmittag wird der Kaffee gepflückt und dann umgehend im Nassbeneficio gewaschen und gepulpt. Das bedeutet, dieser wird über zwei gegeneinander laufende, geriffelte Walzen geführt, wobei das Fruchtfleisch von der Kaffeebohne getrennt wird. Welche dann immer noch von der beigen Pergaminohaut und einer dicken Schleimschicht, der sogenannten Pulpe umhüllt ist. Nach der Ablösung der Pulpe kommt der Kaffee ins Trockenbeneficio, wo er geschält, getrocknet und per Hand selektiert wird. Nur die besten Bohnen gelangen in den Export.

Auch hier wird auf den ökologischen Umgang mit den Ressourcen sehr geachtet. Es werden neueste wassersparende Schälmaschinen eingesetzt, mit denen die Schleimhaut (Pulpe) von der Bohne getrennt wird. Herkömmlich findet die Trennung der Schleimhaut von der Bohne in einem großen Wasserbecken statt, wo durch Fermentation die Schleimhaut vollständig vom Pergamino (der Kaffeebohne mit Haut) getrennt wird. Dabei ist der Wasserbedarf enorm groß. Durch den Einsatz neuester Schältechnik kann man auf die Fermentation im Wasserbecken verzichten, das spart um bis zu 90% Wassermenge!!

Darüber hinaus hat man sich intensive Gedanken gemacht, wie die verbleibende Restpulpe und früher, vor dem Einsatz der neuen Maschinen, das belastete Wasser gereinigt werden kann. Dieser Rest ist hochgiftig und müsste entsorgt werden - wie das teilweise in den Ursprüngen vollzogen wird, wissen wir alle! Heute kann man dagegen etwas tun und hier ist Aprolma führend dabei. Das Institut BORDA aus Bremen (Bremer Arbeitsgemeinschaft für Überseeforschung und Entwicklung) hat in Zusammenarbeit mit der Aprolma effektive Mikroorganismen erforscht und entwickelt, welche den Restschleim und/oder verunreinigte Wassermengen entgiften und wieder nutzbar machen.

Diese Entwicklungsarbeit hat sich unter hohen Investitionen über einen langen Zeitraum erstreckt und führt heute zum erfolgreichen Bestehen einer ökologisch wertvollen Kaffeeverarbeitung. Damit hebt sich dieser Kaffee insbesondere von bestehenden Kaffees ab.

Kleinere Einheiten, wie die Cooperativa sind in der Lage sehr effizient zu arbeiten und damit sehr hochwertige Qualitäten zu produzieren, aber vor allem auch ökologisch sinnvoll und nachhaltig. Dies ist nur möglich aufgrund der intensiven Forschungsarbeit, die lange noch nicht am Ende angekommen ist.

Sie unterstützen mit Ihrem Kauf diese Arbeit, deren Erkenntnisse natürlich auch überregional und unabhängig von diesem Kaffee später genutzt werden können und somit innovativ und weiterführend für die gesamte Kaffeewirtschaft sind. Tragen Sie mit Ihrem Kauf dazu bei, das Projekt Aprolma weiter zu entwickeln und zu stärken und lassen Sie sich belohnen durch exquisite Kaffeequalität und dem ruhigen Gewissen auch dem Produzenten sein gutes Auskommen gesichert zu haben.

 

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